3. WELTKONGRESS gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen

Aus dem Programm:

Das System der sexuellen Ausbeutung wirkt zerstörerisch in einer Gesellschaft. Der Kongress stellt international erfolgreiche Lösungsansätze im Kampf gegen Prostitution und Menschenhandel vor: In den vergangenen 20 Jahren haben Schweden, Island, Norwegen, Kanada, Nordirland, Frankreich und die Republik Irland den Kauf von Sex verboten - mit positiven Ergebnissen: Die Nachfrage nach Prostitution ist gesunken, der Menschenhandel zurückgegangen. Auch das Frauenbild in diesen Gesellschaften hat sich gewandelt, denn die Gesetzgebung stellt klar: Frauen sind keine Ware! Deutschland hingegen wurde mit seiner liberalen Gesetzgebung zum „Bordell Europas“.

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Fachtagung Menschenhandel in und nach Deutschland – Fokus Nachfrage

Termin: 22. - 23. Februar 2019

Ort: Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung Berlin, Tiergartenstraße 35, 10785 Berlin

Thema: Alle von Deutschland unterzeichneten internationalen und europäischen Instrumente zur Bekämpfung des Menschenhandels bezeichnen das Verringern der Nachfrage als wichtige Maßnahme, um gegen Menschenhandel vorzugehen. Obwohl gemäß der für Deutschland verbindlichen EU-Richtlinie 2011/36/EU Mitgliedstaaten dazu aufgefordert werden Maßnahmen zu ergreifen, um die Nachfrage, die alle Formen von Ausbeutung fördert, zu senken und ihr entgegenzuwirken, gibt es in Deutschland derzeit äußerst wenige derartige Initiativen und Maßnahmen, die Nachfrage in den Fokus nehmen, insbesondere im Zusammenhang mit sexueller Ausbeutung. Die gemeinsame Fachtagung der Konrad Adenauer Stiftung, des Gemeinsam gegen Menschenhandel e. V. und des Netzwerk gegen Menschenhandel e.V. nimmt besonders den Aspekt der Nachfrage in den Blickpunkt. Weitere Infos zur Fachtagung und zum Programm unter: fachtagung-mid.de

SOLWODI-Mitarbeiterin Soni Unterreithmeier geht in den Ruhestand

Nach über drei Jahrzehnten unermüdlichem Einsatz wurde Soni Unterreithmeier mit einem Festabend im Rokokosaal der Regierung von Schwaben verabschiedet. Nicht nur für ihre kompetente und einfühlsame psychosoziale Begleitung ist sie bekannt, überregional wurde sie auch für ihr Expertinnenwissen und Engagement im Kampf gegen Prostitution geschätzt. Sie begann als ehrenamtliche Mitarbeiterin bei SOLWODI, gründete während ihrer Arbeit dort den SOLWODI-Arbeitskreis Augsburg und baute die dortige Fachberatungsstelle auf, deren Leiterin sie wurde. Fast hundert Frauen, die die Polizei Augsburg aus Menschenrechtshandel und Zwangsprostitution befreite, hat sie mit ihrem Team in Obhut genommen. Auch im Rahmen des Aktionsbündnisses gegen Frauenhandel engagierte sie sich auf vielfältige Weise. „Wir werden ihren Rat, ihre Fachkunde und ihr Engagement sehr vermissen. Seit Gründung unseres Aktionsbündnisses im Jahr 2000 war Soni Unterreihtmeier mit dabei. Seitens des Aktionsbündnisses, aber natürlich auch von Renovabis, wünschen wir ihr alles Gute und Gottes Segen, und wissen, dass Frau Unterreihtmeier unserem gemeinsamen Anliegen auch im Ruhestand verbunden bleiben wird“, so Renovabis-Geschäftsführer Burkhard Haneke.

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„Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“

Im „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ haben sich Vertreterinnen und Vertreter von rund 20 Organisationen und Verbänden aus dem bayerischen Raum, vorwiegend aus dem kirchlichen Bereich, informell zusammengeschlossen, um gemeinsam – jeweils in Rückbindung an die Arbeit des eigenen Verbandes – weiter an diesem konkreten Thema zu arbeiten. Von 2000 bis 2015 hat das Aktionsbündnis bereits über zehn Fachtagungen organisiert.

Fachtagungen 2000–2021

Dokumente zum Herunterladen

Hier können Sie u.a. den Flyer des Aktionsbündnisses sowie die Dokumentation „10 Jahre Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ als PDF herunterladen.
Außerdem bieten wir ausgewählte Beiträge der vergangenen Fachtagungen zum Download an. Die Beiträge können Sie auch im Volltext lesen.