Fachtagung gegen Menschenhandel in Berlin am 8./9. Februar

Die erste Fachtagung der Katholischen Akademie in Berlin in Kooperation mit der “Arbeitsgruppe gegen Menschenhandel” soll einen Beitrag zur Sensibilisierung von Kirche und Öffentlichkeit leisten. Es braucht Aufklärung und Information, damit mehr Menschen bei Betroffenen und in Strukturen die Anzeichen für Ausbeutung und Menschenhandel erkennen. Sie folgt damit einem Aktionsplan gegen Menschenhandel, der in einem gemeinsamen Prozess mit der Santa Marta Gruppe entwickelt und 2022 veröffentlicht wurde. Es sollen neueste Entwicklungen des Problems analysiert und Gegenmaßnahmen in Politik und Gesellschaft gefunden und vorgestellt werden. Menschenhandel kann nur in der multidisziplinären Zusammenarbeit wirksam bekämpft werden, daher sind als Referenten und Referentinnen Menschen aus der Wissenschaft, der Strafverfolgung, der Justiz, dem Opferschutz, der Politik und dem Finanzwesen eingeladen.

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Vorstellung des europäischen Aktionsplans gegen Menschenhandel der Deutschen Bischofskonferenz und der Santa Marta Gruppe

Die Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz gegen Menschenhandel hat heute (5. Dezember 2022) erstmals in Deutschland einen Aktionsplan vorgestellt, der gemeinsam von der Deutschen Bischofskonferenz und der internationalen Santa Marta Gruppe verantwortet wird. Schwerpunkte sind der Opferschutz und die Verbrechensbekämpfung. Der Plan enthält neun konkrete Handlungsempfehlungen. So werden unter anderem spezialisierte Abteilungen in den Justiz- und Strafverfolgungsbehörden gefordert, weil die Verfolgung und Aufarbeitung von Menschenhandel komplexe Kenntnisse über die kriminellen Netzwerke und die Situation der Opfer in den Aufnahme- und den Heimatländern erfordern. Eine weitere Handlungsempfehlung regt Schulungen und besseren Zugang zu Informationen für diejenigen an, die in Bereichen arbeiten, die für Menschenhandel und Arbeitsausbeutung anfällig sind. Die finanziellen Mittel für die Durchführung dieser Maßnahmen sollten auch aus einer konsequenten Beschlagnahme von Vermögen der Täter stammen können.

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JADWIGA startet bayernweite Aufklärungskampagne zum Schutz junger Mädchen: Vorsicht, „Loverboys“!

Immer wieder geraten minderjährige Mädchen in die Fänge sogenannter „Loverboys“ - und damit in die Zwangsprostitution. In einer bayernweiten Kampagne warnt die Fachberatungsstelle Jadwiga jetzt an Schulen und in Jugendeinrichtungen vor der „Loverboy“-Masche. Unterstützt wird sie im Rahmen der "Bayern gegen Gewalt"-Initiative vom bayerischen Sozialministerium. Mehr dazu unter: www.jadwiga.de

Ausstellung: „Rückkehr in Würde. Chancen für ein selbstbestimmtes Leben“

"Rückkehr in Würde“, unter diesem Motto startete 1992 das SOLWODI Programm für Frauen, die wieder in ihr Heimatland zurückkehren wollten. 30 Jahre sind vergangen, und wir blicken zurück. Politisch und gesellschaftlich hat sich für unsere Klientinnen wenig verändert. Noch immer sind sie es, die von Armut und Gewalt besonders betroffen sind. Aber noch immer sind es auch die Frauen, die mit einer schier unerschöpflichen Energie dafür sorgen, dass sie ihren Kindern eine bessere Zukunft bieten können.

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„Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“

Im „Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ haben sich Vertreterinnen und Vertreter von rund 20 Organisationen und Verbänden aus dem bayerischen Raum, vorwiegend aus dem kirchlichen Bereich, informell zusammengeschlossen, um gemeinsam – jeweils in Rückbindung an die Arbeit des eigenen Verbandes – weiter an diesem konkreten Thema zu arbeiten. Von 2000 bis 2015 hat das Aktionsbündnis bereits über zehn Fachtagungen organisiert.

Fachtagungen 2000–2021

Dokumente zum Herunterladen

Hier können Sie u.a. den Flyer des Aktionsbündnisses sowie die Dokumentation „10 Jahre Aktionsbündnis gegen Frauenhandel“ als PDF herunterladen.
Außerdem bieten wir ausgewählte Beiträge der vergangenen Fachtagungen zum Download an. Die Beiträge können Sie auch im Volltext lesen.