Anmeldung
Datum: Dienstag, 20.10.2026, 10:00-16:30 Uhr Ort: Hanns-Seidel-Stiftung e.V, Konferenzzentrum, München
Über Prostitution wird öffentlich meist in Bezug auf rechtliche und gesellschaftspolitische Aspekte diskutiert. Was dabei selten in den Blick gerät, ist die Lebenswirklichkeit der betroffenen Frauen selbst: ihre Gesundheit, ihre Sicherheit und die Machtverhältnisse, in denen sie leben. Wo patriarchale Strukturen, soziale Ungleichheit, Armut und Abhängigkeit zusammenkommen, sind Frauen besonders verletzlich für sexuelle Ausbeutung und Gewalt. Die Folgen können gravierend sein, von dauerhaften körperlichen Schäden bis hin zu Tötungsdelikten. Genau diese verdrängte Realität rückt unsere Fachtagung in den Mittelpunkt: „MACHT. GEWALT. KÖRPER. Worüber beim Thema Prostitution nicht gesprochen wird". In Impulsvorträgen und Themenforen geht es um die patriarchalen Strukturen dahinter, um die gesundheitlichen Folgen der Prostitution und um Tötungsdelikte in diesem Umfeld. Die Hanns-Seidel-Stiftung möchte gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Frauenhandel und der Solidaritätsaktion Renovabis zu einer menschenrechtsorientierten Auseinandersetzung mit diesem Thema beitragen. Im Zentrum steht die Würde jeder Frau und ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit. Politik und Gesellschaft stehen in der Verantwortung, Ausbeutung und Gewalt entschieden entgegenzutreten.
Veranstalter
- Aktionsbündnis gegen Frauenhandel
- Hanns-Seidel-Stiftung
- Renovabis
Zum 10-jährigen Bestehen des Aktionsbündnisses ist eine Publikation entstanden, die die Entwicklung des Aktionsbündnisses und die Themenschwerpunkte der vergangenen Jahre dokumentiert. Sie finden darin u.a. Tagungsbeiträge und Informationen über Referenten und Mitglieder.